Update
Mai 2017

Trächtigkeitskalender mit homöopathischen und anderen Tipps
Grundsätzliche Anmerkung zu homöop. Gaben, bitte nicht einfach alles nachmachen, ich habe das gelernt und helfe auch gerne weiter, aber nicht alles ist für alle Hündinnen gleich zu geben. Bes. Hündinnen vom Konstitutionstyp Pulsatilla sind gesondert zu beachten und haben meist schwere erste Geburten. Da sollte man schon von vorne herein gut vorsorgen. Es ist wie immer, nicht einfach die Glob. geben die hier stehen sondern vom Fachmann/frau sich beraten lassen, danke.

Vor der Läufigkeit

 

Gesundheitscheck…..Impfung ok? Entwurmung.

Beginn der Läufigkeit

 

ab hier täglich 1 Folsäuretablette(siehe unten). Medikamente abklären. Die Hündin sollte normal gefüttert und normal bewegt werden. Bitte keine Insektizide benutzen oder Impfungen mit lebend Stoffen verabreichen.

Erste Woche

Nach jedem Deckakt sollte die Hündin ca. 2 Stunden Ruhe haben und sich auch nicht erleichtern, um dem Sperma die Zeit zu geben sich in Richtung Eileiter zu bewegen. Viele Hündinnen sind in dieser Zeit recht aktiv, säubern sich viel, zerreißen auch einiges um sich abzureagieren.

Surolan zur Spülung beim Rüden ( Vorhautentzündung vorbeugen) rechtzeitig vor dem Deckakt.

Bei deckunwilligen Hündinnen kann man auch versuchen mit Sepia C30 einmal 5 Globuli, nach ca. 15 Minuten ist es meist leichter und die Hündin bereiter.


 

1.Tag:

Erster Deckungstag. Sperma wandert außerhalb der Gebärmutterschleimhaut. Um die Chancen einer Befruchtung zu erhöhen, sollte der Deckakt innerhalb von 48 Stunden nach dem ersten Deckakt wiederholt werden.Sperma wandert zu den Eileitern. Die Spermien bleiben in den weiblichen Geschlechtsorganen eine Zeitlang befruchtungsfähig. Bei den Säugetieren ist diese Zeit im Allgemeinen recht kurz (ca. 24 Std).

2.Tag:

Sperma erreicht die Eileiter, in denen sich reife Eizellen befinden.
Das Sperma vom ersten decken kommt heute im Eileiter an. Das Sperma ist über mehrere Stunden befruchtungsfähig.

3.Tag:

Befruchtung der Eizellen (in den Eileitern).
Falls befruchtungsfähige Eizellen im Eileiter sind werden sie heute oder morgen befruchtet, bzw. ist durch die Wiederholung der Paarung diese Zeit noch etwas verlängert. Die befruchtete Eizelle teilt sich dann täglich im mittleren Eileiterabschnitt und sind in den ersten Teilungsschritten einen zehntel Millimeter groß. Das Wunder des Lebens beginnt.

4.Tag:

5.Tag:

Die befruchteten Eizellen wandern in den Gebärmutterhals.
 

6.Tag:

7.Tag:

 

Zweite Woche
In dieser Woche ist noch nichts bes. zu beachten, was die Hündin betrifft. Sie darf toben und spielen wie immer, die befruchteten Eizellen entwickeln sich zu Blastocyten und werden dann gegen Ende der zweiten Woche die Gebärmutter als Embryos erreichen. Sie teilen sich weiter und sind die nächsten Tage noch unregelm. in der Gebärmutter verteilt, anschl. verteilen sie sich dann gleichm. in den Gebärmutterhörnern.

8.Tag:

Die Eizellen entwickeln sich zu Blastocyten.

9.Tag:

10.Tag:

11.Tag:

12.Tag:

13.Tag:

Die Embryos erreichen die Gebärmutter.

14.Tag:

Dritte Woche
In dieser Woche könnte die Hündin unter morgendlicher Übelkeit  aufgrund der hormonellen Umstellung oder Spannungen in der Gebärmutter leiden. Aus diesem Grund haben wir unsere Fütterung auf zwei Hauptmahlzeiten geändert. Falls die morgendliche Übelkeit anhält, kann der Tierarzt ein Mittel verschreiben, um die Gebärmutter zu beruhigen. Manche Hündinnen fressen ab dem 20. Tag für einige Tage gar nichts oder zumindest sehr wenig. In der Regel pegelt sich ihr Fressverhalten danach wieder ein. Viele Hündinnen sind jetzt besonders anhänglich








Zwischen dem 21 und 35. Tag der Trächtigkeit kann von einem sehr erfahrenen Tierarzt durch Abtasten des Leibes u. das Ertasten der Früchte, eine Trächtigkeit festgestllt werden. Dies nennt man Palpation, da diese Art der Diagnose aber sehr unsicher und nicht ungefährlich für die kleinen Teilchen sind, raten wir davon ab..

15.Tag:

Sulfur einmal eine Dosis um die Konstitution der Hündin und der Welpen zu verbessern.

16.Tag:

 

17.Tag:

Aus dem Dottersac der Eizelle beginnt sich die Platzenta zu formen.

18.Tag:

Zur Unterstützung der Konstiton von Hündin und den evtl. Welpen bekommt sie einmal eine Gabe Calcium Carbonicum

19.Tag:

Am 19. Tag herrum setzen sich die Keimbläschen (sog. Blastocyten) an der Gebärmutterwand fest und die Ausbildung der Plazenta beginnt. Jeder Embryo hat dann seinen festen Platz. Diese formen embrionale Bläschen.

20.Tag:

 

21.Tag:

Ab dem 21. Tag sondern viele Hündinnen zähflüssigen, klaren Schleim ab. Das ist das eindeutigste Zeichen, dass der Deckakt geklappt hat.

Vierte Woche

Ab da spricht man dann vom Fetus. In dieser Zeit sind die Welpen sehr empfindlich für äußere Störungen wie z.B. Medikamente, Impfungen, Röntgenstrahlen, Mangelernährung, aber auch Überhitzung, Umweltschadstoffe und Pestizide sind für evtl. Fehlbildungen verantwortlich und sollten so gut es geht vermieden werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Embryonen sind etwas walnussgroß und sind gleichmäßig im Uterus verteilt.

 

 

 

 

Die Plazentabildung ist abgeschlossen und Ende der Woche sind alle wichtigen Organe und deren Systeme angelegt, man kann sogar die Körperform in den Grundzügen erkennen

 

22.Tag:

Am 22. Tag sind die Embryonen sichtbar. Der Herzschlag kann zur Diagnose der Trächtigkeit herangezogen werden. Anstrengende Aktivitäten sind jetzt zu vermeiden. Die Proteinzufuhr im Futter kann erhöht werden. Hierfür eignet sich sehr gut die Gabe von Welpenfutter und auch kleine Gaben von z.B. Hüttenkäse.

23.Tag:

Zu diesem Zeitpunkt kann mit einer Ultraschalluntersuchung der Zustand der Trächtigkeit festgestellt werden. Besser ist es aber um den 28. Tag herum

24.Tag:

In diesen Tagen entwickelt sich das Gehirn und die Wirbelsäule, der Kopf beginnt sich nach vorn zu neigen und die Minis beginnen sich in die klassische Fötenstellung zusammenzurollen. Alle Körperorgane, die Glieder, Kopf, augen und das Gesicht bilden sich.

25.Tag:

 

26.Tag:

26.-30. Tag: Dies ist der beste Zeitpunkt, um die Trächtigkeit anhand des Herzschlags zu diagnostizieren.

27.Tag:

 

28.Tag:

Der beste Tag zur Ultraschalluntersuchung, auch um über die Wurfgröße Aussagen machen zu können ist der 28 oder 29 Tag. Die Minis sind etwa haselnussgroß (ca.2,5cm) und sind gleichmäßig im Uterus verteilt, sie haben eine ovale Form.

Fünfte Woche
Die Hündin hört auf, die Beine anzuziehen, weil das Gewicht ansteigt und die Welpen sich drehen. Das Anschwellen der weiblichen Scham wird merkbarer. Der Herzschlag ist aufgrund der ansteigenden Flüssigkeit in der Gebärmutter nicht mehr länger als Diagnosemethode nutzbar.
Ab der fünften Woche wachsen die Minis schnell und die Energiezufuhr muss erhört werden, bei kleinen Rassen wie beim Havaneser kann man um das ca. 1,3 fache die Futtermenge erhöhen. Hierbei ist auf gutes Futter zu achten und dass bes. die Eiweißmenge erhöht wird. Die Hündin sollte aber nicht zu sehr zunehmen, das kann bei der Geburt negativ sein und daher sollte die Hündin auf keinen Fall überfüttert werden, darum empfiehlt sich eine Gewichtskontrolle der Hündin. Kurz vor dem Wurf sollte das Gewicht der Hündin ca. bei 120 -125% des Normalgewichtes liegen. Bei manchen Hündinnen ist ein gesteigertes Trinkbedürfnis zu erkennen.
Noch einmal zur Entwicklung der Feten, in dieser Woche sind die Augenlieder ausgebildet, die Ohrmuscheln bedecken den Gehörgang und die Zehen vereinzeln sich. Die Geschlechtsteile werden erkennbar wie z.B. das männliche Genital und die Zitzenpaare bei einer Hündin.

29.Tag:

Zehen, Barthaare und Krallen beginnen sich zu entwickeln.

30.Tag:

Die Zitzen der Hündin werden dunkler und schwellen an. Spätestens jetzt sollte man auf Welpenaufzuchtfutter umstellen, ca. um den 30. Trächtigkeitstag rum.
Die Sexualmerkmale werden sichtbar, die Augenlider schließen sich. Welpen, die keine Augen unter den Lidern haben werden in dieser Zeit missgebildet.

31.Tag:

 

32.Tag:

 

33.Tag:

 

34.Tag:

Um diese Zeit herum fangen manche Hündinnen an mehr Flüssigkeit zu sich zu nehmen, vermutlich hängt das mit den Milchdrüsen usw. zusammen.

35.Tag:

Die Ausbildung der Organe ist abgeschlossen. Die Föten sehen nun aus wie Hunde. Kopf und Rumpf sind unterscheidbar. Das Geschlecht ist bestimmbar. Die Fellfarbe beginnt sich zu entwickeln. Der Herzschlag der Föten ist per Stethoskop hörbar. Die Zitzen der Hündin werden dunkler und schwellen an.
 

Sechste Woche
Machen Sie die Hündin mit der Welpenbox vertraut. Lassen Sie sie dort schlafen.
Die Mahlzeiten werden noch mehr über den Tag verteilt. Teritorialverhalten steigt meist an und die Hündin lässt keine anderen Hunde mehr an sich heran. Besuche sollten eingeschränkt werden. Es ist von Wissenschaftlern erforscht worden, dass schon jetzt die Weichen gelegt werden und die kleinen heranwachsenden Hunde je nach Umgebung der Hündin die ersten Sachen fürs Verhalten fürs Leben mitbekommen. Z.B. wurde festgestellt, dass sie viel ruhiger und gutmütiger waren wenn die Mutter viel liebevollen Streichelkontakt mit Menschen hatte und in keiner gestressten Umgebung waren. So beginnt die züchterische Verantwortung nicht erst bei der Geburt sondern setzt neben der Auswahl der Elterntiere auch schon in dem Umgang mit dem Tier in der Trächtigkeit Akzente.
          

 

36.Tag:

Bei durchschnittlichen Würfen kann man jetzt eine Bauchumfangsvergrößerung feststellen.

37.Tag:

Die Hündin muss sich jetzt aufgrund des Platzmangels öfter lösen.

38.Tag:

 

39.Tag:

 

40.Tag:

 

41.Tag:

Ende sechste Woche:
Es gibt verschiedene Mittel die für trächtige und laktierende Hunde zugelassen sind, wir geben heute 1,5 Tabletten Baniminth Plus 300 gegeben. (Diese Menge ist für 5-6kg empfohlen) Diese Filmtabletten soll man aber nicht auf nüchternen Magen geben. Woche, irgendwie kann ich das noch gar nicht fassen. Im Gegensatz zur chem. Entwurmung machen wir das ab dem D Wurf mit Sulfur C 30. das regt den Stoffwechsel zusätzlich noch an, und ist auch eine Hilfe bei Hündinnen, die nicht mehr fressen wollen.              

42.Tag:

Die Minis haben jetzt vollständige getrennte Zehen, die Krallen sind gebildet und die Tasthaare sind sichtbar.

Siebte Woche
Ab der 7. Woche tägliche rektale Messung der Temperatur der Hündin.  Unsere Hündin sollte jetzt nicht mehr so wild toben, was ja schon mit dem Gewichtszunahme nicht so einfach geht.
Kritisch sind auch Sprünge, hier müssen wir sehr gut aufpassen. Per Röntgenaufnahme lassen sich Anzahl und Größe der Minis bestimmen. Wir sind der Ansicht, dass die Hündin nur dann geröntgt werden sollte, wenn Schwangerschaftsprobleme auftauchen oder zu diesem Zeitpunkt noch immer unsicher ist, ob sie tatsächlich Welpen bekommt. (z.B. Verdacht auf Einfrüchtigkeit) Ansonsten stellt das Röntgen eine unnötige Belastung dar, die wir nur bei Bedarf in Kauf nehmen werden.
 

 

Entwurmumg mit einem Mittel das für tragenden Hündinnen zugelassen ist.

 

 

An dieser Stelle möchte ich noch auf die Temperatur der Hündin eingehen, diese senkt sich bei baldiger Geburt. Dies ist auch der Grund, warum viele Züchter sich die Temperatur der Hündin notieren(Normaltemperatur wäre 38 - 39,5°C) und so dann hoffen durch die fallende Temperatur die nahende Geburt frühzeitig zu bemerken. Unsere Hündinnen mögen das gar nicht und da wir sie nicht unnötigem Stress aussetzen wollen, werden wir diese nicht sehr sichere Methode nicht benutzen. Nach der Geburt oder wenn man bemerkt, dass die Hündin evtl. Fieber hat, wird natürlich auch bei unseren Damen  die Temperatur überwacht.

43.Tag:

Die Hündin hat weniger Hunger, was durch den Platzmangel im  Bauch verursacht wird. Die Minis erreichen in diesen Tagen rund 75% ihres Körpergewichtes bei der Geburt  Die Bewegungen der Welpen sich leicht erkennbar, indem man die flache Hand auf den entspannten Bauch der Hündin legt. Bei den Welpen ist die Körperbehaarung fertig.

44.Tag:

Jetzt ist auch die Zeit alles für die Geburt herzurichten bzw. noch zu besorgen.

 

45.Tag:

Die Knochen verstärken sich. Die Welpen können nun leicht unter der Bauchdecke ertastet jedoch noch schlecht gezählt werden. Die Haare am Bauch der Hündin fallen aus.
Ende dieser Woche: Die Milchleisten/Zitzen wachsen weiter(Dies ist ein sicheres Zeichen, dass der Progesteronspiegel jetzt langsam wieder sinkt und der Östrogeneinfluss wieder zunimmt. Durch den Einfluss des Östrogenes wachsen die Milchdrüsen und die Muskulatur der Geburtswege erschlafft langsam, wie auch das gesamte Gewebe geschmeidiger wird. Der Körper stellt sich langsam auf die nahende Geburt ein.

46.Tag:

Die Knochen des Skelettes der kleinen Hunde verstärken sich. Die Welpen können nun leicht unter der Bauchdecke ertastet jedoch  schlecht gezählt werden. In diesen Tagen fallen oft die Haare am Bauch der trächtigen Hündin aus.
Langsam Umzug der Hündin in die Wurfkiste

Schauen wir in die Hündin dann kann man sagen dass der Uterusumfang in diesen Tagen ca. 2 / 3 der Bauchhöhle einnimmt.

47.Tag:

In diesen Tagen ist ein schnelles Wachstum der Minis festzustellen, auch kommt es bei normalen Würfen jetzt zu einer Faltung der Gebärmutterhörner, dadurch verändern sich noch einmal die Siluette der Hündin, bei kleinen Würfen ist dies nicht sichtbar.

48.Tag:

Die Hündin verbringt sehr viel mehr Zeit mit der eigenen Körperpflege. Die Zitzen schwellen weiter an. Die Hündin wird unruhiger und sucht einen geeigneten Platz fürs Werfen. Je nach Rasse kann man kleine Handtücher oder Waschlappen auf die Unterlage der Wurfkiste legen, um der Hündin Material für ihren "Nestbau" zu geben.

49.Tag:

Herztöne sind deutlich hörbar und die einzelnen Welpen sind  abgrenzbar.

Achte Woche
Die Hündin hat weniger Hunger, was durch den Platzmangel im Bauch verursacht wird. Unterrichten Sie Ihren Tierarzt über den zu erwartenden Geburtszeitpunkt und erörtern Sie mit ihm mögliche Probleme. Stellen Sie die Utensilien für die Geburt zusammen und bereiten Sie alles vor.

50.Tag:

Meist wird die Hündin jetzt merklich ruhiger, muss sich jetzt auch mal nachts lösen.

51.Tag:

 

52.Tag:

 

53.Tag:

 

54.Tag:

 

55.Tag:

Ab heute Gabe von Himbeerblättertee und hom. Gabe drei Mal täglich Caulophyllum, wichtig, diese Gaben sollten

56.Tag:

Die Kalkansammlung in den Knochen sind jetzt auf dem Röntgenbild sind jetzt sichtbar, die Welpen sind jetzt ca. 7-8 cm lang, und aus den Zitzen kann man einen wachsartigen Pfropfen drcken der von etwas Flüssigkeit gefolgt wird.

Neunte Woche
Möglicherweise hat die Hündin keinen Appetit mehr, wenn die Zeit der Niederkunft naht.
Wichtig zu beobachten ist jetzt auch die Bauchform, denn durch die Senkwehen und die Absenkung der Gebärmutter rutscht der Bauch sozusagen nach unten, das dauert bei uns so ca. 5 Tage, bis zur Geburt hin. Die Senkwehen sind immer wieder gut zu beobachten. Hierbei hechtelt die Hündin und bewegt sich nicht mehr so viel.
Oft stellen die Hündinnen das Fressen vor der Geburt ganz ein.
 Hunde sind Nesthocker, dies zeigt sich auch darin, dass z.B. die Entwicklung der Lunge bei der Geburt noch nicht vollständig beendet ist auch die Augenlider und auch die Ohren sind noch geschlossen, der neugeborene Welpe ist also blind und taub. Die Mutter und die Milchbar finden sie durch tasten und durch die Wärmesensoren, die schon sehr gut ausgeprägt sind.
Zu unseren täglichen Kontrollen kommt jetzt die Scheide der Hündin dazu, denn ein Schleimpfropf(Cervixpfropf) verschließt die Gebärmutter wie ein Sektkorken und wenn dieser abgeht hat mein das erste Indiz, dass es bald mit der Geburt losgeht. Bei den meisten Hündinnen ist dieser Abgang gut zu sehen. Die Hündin darf jetzt auch nicht mehr allein in den Garten, sie wird da immer eine Kontrollperson dabei haben, es sind schon einige Welpen bei Züchtern im Garten geboren und übersehen worden, dass möchten wir auf jeden Fall vermeiden. Nachts ist natürlich Taschenlampe Pflicht....

57.Tag:

Lebensfähige Welpen können geboren werde. In den letzten vier Wochen wurden bei ihnen die Merkmale entwickelt und auch die Körpersysteme in ein richtiges Verhältnis gebracht.

58.Tag:

Der letzte Schritt ist geschafft, die Lungenreife sollte abgeschlossen sein aber wir freuen uns noch über ein paar Stunden im Mamabauch, denn man weiß ja nie wann sie genau aufgenommen hat.

59.Tag:

Säubern Sie Bauch und Schambereich mit warmem Wasser. Kürzen Sie das Haar rund um die Zitzen, um den Welpen den Zugang zu erleichtern.

60.Tag:

Die Hündin wird ruhelos und beginnt 'Nestbau' Verhalten zu zeigen.Messen Sie nun morgens und abends die Temperatur der Hündin. Die normale Temperatur schwankt je nach Rasse und Alter der Hündin zwischen 37,5 und 39,4 Grad Celsius. Gerade wegen der großen Schwankungsbreite ist es wichtig, die normale Körpertemperatur zu kennen (Messungen 7. Woche). Wenn die Temperatur um ca. 1,5 bis 2 Grad Celsius fällt, werden die Welpen innerhalb der nächsten 6- 24 Stunden geboren.

61.Tag:

 

62.Tag:

Die Hündin wirkt möglicherweise unglücklich, ruhelos, läuft immer hin und her und fühlt sich offensichtlich unwohl. Es kann sein, dass sich weiße Scheidenflüssigkeit absondert.

63.Tag:

Der vorausberechnete Tag der Geburt. Viele Hündinnen werfen zwischen dem 58. und 63. Tag. Einige lassen sich auch bis zum 66. Tag Zeit. Beobachten Sie Ihre Hündin vor allem bei Verspätungen sehr genau. Übelriechender, dunkler Ausfluss ist ein Alarmzeichen, sofort den Tierarzt aufzusuchen.

 

64.Tag:

 

 

65.Tag:

 

 

66.Tag:

Spätestens am 66. Tag muss ohnehin ein Tierarzt konsultiert werden. Es könnten Geburtsprobleme wie zu große oder abgestorbene Welpen vorliegen. Dann kann nur schnelles Handeln das Leben von Mutter und Welpen retten.

 

67.Tag:

 

Folsäure:
Sie ist zuständig für alle Zellteilungsprozesse und für das Wachstum sehr wichtig, schon daraus leitet sich ab, wie wichtig, das gerade für die erste Zeit der Trächtigkeit ist.
Neben Folsäure ist auch das Vitamin B12 und Jod für die Entwicklung des neu entstehenden Lebens wichtig. Wir nutzen ein Kombipräparat.
B 12 wird von der Folsäure gebraucht um überhaupt aktiv und wirksam zu werden und auch für die Blutbildung der Hündin wird es benötigt, gerade das ist für werdende Mütter wichtig, da sie viel mehr Blut bilden müssen als in „normalen Zeiten. Der Mineralstoff Jod wird zum Aufbau von Schilddrüsenhormen benötigt steuert das Wachstum und die Entwicklung des Skelett- und Nervensystems, der Muskulatur, der Organe und des Gehirns. Und auch die Schilddrüse des heranwachsenden Lebens ist auf das Jod angewiesen, dass durch die Nahrung zugeführt wird.
Nicht nur in der Trächtigkeit, auch in der Säugezeit der Hündin ist es sehr wichtig und wird von uns bis zum Ende der „Milchbarzeit gegeben.

Zutaten zur Geburt:
Wir richten in diesen Tagen zwei Körbe her, einer mit ausgelegten Handtüchern, dem SnuggleSafe (Wärmekissen das mit der Mikrowelle erhitzt wird, siehe Bild) Hier werden die Welpen geparkt wenn weitere Welpen unterwegs sind um sie vor den Geburtsflüssigkeiten zu schützen. Natürlich muss man sie in den Geburtspausen immer wieder zur Mutter legen um ihnen die Möglichkeit zu geben an die wertvolle erste Milch der Mutter zu kommen.
In einem zweiten Korb wird dann der Rest der Wurfutensilien hergerichtet. Das ist dann ein Desinfektionsmittel, Nabelklemme, Nagelclipper, Schere, Waage möglichst digital mit 1gr. Schritten (Batterie prüfen!), Papier und Stifte, die beschriebenen. hom. Mittel, kleine und normale Handtücher, sauberer Zwirn, Krankenunterlagen, einzelne Blätter von Küchenrollen, Plastiktüte für die Abfälle, sichtbare Uhr, Traubenzucker, Honig und Fleischbrühe, Alkohol oder Notfalltropfen (Brandy, Whisky...), Zwingerbuch mit allen wichtigen Telefonnummern, Decken und Leintücher, Einmalhandschuhe, Gleitmittel zur Erleichterung der Austrittphase( z.B. Babyöl), Welpenmilch mit Fläschchen und Fläschchenwärmer, Trinknapf für die Hündin und was leckeres zur Stärkung der Geburtshelfer, eine Geburt kann sich ja manchmal ein wenig hinziehen. Man muss sicher nicht erwähnen, dass Sauberkeit und Desinfektion ein wichtiger Punkt ist und alles verwendete dementsprechend herrichten. Natürlich muss auch überlegt werden wo geworfen wird und so um den 54 Tag rum alles für den Haushalt eingekauft sein um in den letzten Trächtigkeitstagen bei der Hündin sein zu können und ihr so die notwendige Sicherheit zu geben. Wenn die Geburt beginnt ist es auch gut, sich bei dem vorgesehenen Tierarzt für den Notfall zu melden um bei Komplikationen dann gleich loszufahren. Sinnvoll ist auch, immer ein geladenes Handy mit den eingespeicherten Nummer zur Hand zu haben. So vorbereitet, sollte man ruhig in die letzte Phase der Trächtigkeit gehen und dann zur Geburt. Wenn es zeitlich machbar ist, werden wir auch gleich hier bekannt geben, wann es denn dann losgeht.

Homöopathie:

in der Trächtigkeit:
Sulfur um den Stoffwechsel anzuregen und zu entwurmen
Calcium Carbonicum um die Konstitution zu stärken. ( bekommen die Welpen auch nach der Geburt )

Bei der Geburt:

Normalerweise geben wir ja immer Globuli, in diesem Fall aber verwenden wir Tropfen, da die Wirkung bei diesen schneller einsetzt. Sollte die Hündin diese nicht nehmen dann mit etwas Wasser verdünnen auf eine kleine Spritze aufziehen und auf die Zunge/Lefzen geben.
Man sollte aber nicht einfach alles der Hündin geben, sondern auf die aktuelle Situation der Hündin eingehen und dann die Mittel entsprechend einsetzen.
Wir haben hier
Caulophyllum ( Unterstützt die Wehen und hilft zur Öffnung des Gebärmuttermundes)
Secale cornutum  ( bei langen Pausen und wenn die Geburt ins stocken kommt, diese dann im halbstündlichen Wechsel mit den Caulophyllum geben)
Podohyllum
(hilft bei gegen die Durchfälle, die oft nach der Geburt durch die Umstellung der Hündin auftreten.)
Lymphomysolt ( hilft beim vollständigen Entleeren der Gebärmutter, um einer Schock und schmerzfreieren Geburt entgegen zu gehen kann man auch 2-3 Tage vor dem Termin täglich 3 Tabletten in Kombination mit Traumeel geben.)
Cimicifuga (kann man geben, wenn man nicht sicher ist, ob alle Welpe geboren sind oder noch Nachgeburten fehlen. Man kann bis zu 6 Gaben alle 15 Minuten geben und damit wird ein nochmaliges Pressen ausgelöst.)
Arnica ( Wenn die Geburt abgeschlossen ist, es beugt Traumas vor und fördert die Rückbildung der Gebärmutter.) Mutter und Welpen bekommen da eine hochdosierte Gabe.
Pulsatilla und Himbeerblättertee kommen einige Tage vor der Geburt zum Zug um den Geburtsgang geschmeidig zu machen und die Hündin auf die sanfte Tour auf die Geburt vorzubereiten. Pulsatilla ber nur bei Hündinnen die auch vom Typ her passen, sonst Caulophyllum.
Es gibt noch viele Mittel, die z.B. zur Milchflussregulierung hilfreich sind wie z.B. Bryonia  oder auch Urtica urens , aber alle aufzuzählen würde hier zu weit führen. Hierzu kann man auch die Fachliteratur befragen oder sich mit anderen Züchtern austauschen. Da wir eine Ausbildung zum Tierhomöopathen gemacht haben ist es klar, dass wir auch bei der Geburt auf die Homöopathie zurückgreifen. Es geht aber auch ohne, das muss jeder selber wissen und danach handeln.
Wir bieten auch Geburtsbegleitung von Belegung bis zur Abgabe der Welpen an... bitte einfach bei uns nachfragen.

Um einer EKLAMPSIE" vorzubeugen, Krämpfe infolge einer verminderten Kalziumkonzentration im Blut. Diese treten in der Geburts und auch der Nachgeburtsperiode auf  oder auch als Krämpfe der säugenden Hündin, deshalb sollte man immer etwas da haben um hier keine Unterversorgung aufkommen zu lassen.
Vigantol Öl bekommen unsere Hündinnen auch die ersten Wochen nach der Geburt. Falls es mal Probleme mit der Milchproduktion gibt helfen
Lactovetsan. Tropfen.

Allgemeine Anmerkungen über die Geburt bei Hunden:
Viele Hündinnen werfen zwischen dem 58. und 63. Tag. Einige lassen sich auch bis zum 66. Tag  Zeit. Wichtig sind in dieser Zeit alle Beobachtungen, die man machen kann.
1-1,5 Tage vor der Geburt fällt der Progesteronspiegel ganz in die Tiefe, was auch meist einen Temperaturabfall mit sich bringt. Anzeichen für eine nahende Geburt sind zunehmende Unruhe, häufiges sich lösen, kriechen unter etwas und aufsuchen der Wurfkiste, größere Anhänglichkeit. Bei nahender Geburt frisst die Hündin oft nichts mehr, die Flanken sind eingefallen, die Vulva wird beleckt, hecheln mit Unterbrechungen, schnellere Atmung, Schleimabsonderungen, häufiges hinlegen und wieder aufstehen, häufiges zittern, schlucken und winseln, umher drehen z.B. in der Wurfkiste, Krümmung mit angehobenem Schwanz, fallende Körpertemperatur um ca. 1 Grad,..... um nur einige zu nennen. Natürlich zeigen nicht alle Hündinnen die gleichen Anzeichen. Übelriechender, dunkler Ausfluss ist ein Alarmzeichen, sofort den  Tierarzt aufzusuchen. Spätestens am 66. Tag muss ohnehin ein Tierarzt  konsultiert werden. Es könnten Geburtsprobleme wie zu große oder  abgestorbene Welpen vorliegen. Dann kann nur schnelles Handeln das Leben von Mutter und Welpen retten.
Die Geburt wird unterteilt in drei Phasen:
a) Vorbereitungsphase:
Cortisol unterstützt die Östrogen- und hemmt die Progesteronentwicklung, der Gelbkörper am Eierstock löst sich auf und die Geburtswege werden immer weicher, durch die Welpen und ihr Gewicht und Platzbedürfnis wird die Geburtsaktivierung eingeleitet.
b) Eröffnugnsphase:
Die leichten Eröffnungswehen lösen den letzten Welpen langsam aus der Verankerung mit der Plazenta und so öffnet er dann ganz langsam den Muttermund durch Druck dagegen. Die anderen Welpen folgen auf gleiche Weise. Der Welpe ist noch von seinen Fruchthüllen umgeben  und bei manchen Hündinnen kann ein klarer Schleim festgestellt werden. Dauer dieser Phase ist von 6 Stunden bis zu 1,5 Tagen möglich.
c) Austreibungsphase:

Beim Eintritt in die Scheide platzt meist die äußere Hülle dieses Welpen und durch die Flüssigkeit kann er leichter nach außen getrieben werden, sobald er in der Scheide ankommt beginnt die Austreibunsphase die durch starkes und sichtbares Pressen verstärkt wird. Welpen können mit dem Kopf zuerst oder in Hinterendlage geboren werden. Beides sind ganz normale Geburten wobei die Wirbelsäule noch oben zeigen sollte um so besser den Geburtskanal passieren zu können. Die zweite Fruchthülle wird entweder durch Austritt des Welpen zerstört oder muss von der Hündin bzw. vom Geburtshelfer geöffnet werden. Die Hündin befreit den Welpen dann von der restlichen Hülle und durchtrennt die Nabelschnur. Durch die Bearbeitung des Welpen fördert die Hündin die Atmung des Welpen und auch die Darmtätigkeit und die Ausscheidungen. Ca. 5-15 Minuten später wird die Plazenta und die restlichen Fruchthüllenteile ausgeschieden als sogen. Nachgeburt. Danach beginnt dann schon die Geburt des nächsten Welpen. Insgesamt muss man sehr aufpassen, dass alle Nachgeburten da sind und auch die Hündin immer genug Kräfte hat und sie z.B. mit Traubenzucker, Honig, Fleischbrühe usw. unterstützen. Auch sollte immer Wasser zur Verfügung stehen. Die Pausen sollten zwischen den Welpen nicht länger als gute 4 Stunden sein.
Geburtsprobleme wie z.B. falsche Lage eines Welpen, Totgeburten usw. sollten immer durch fachkundige Hände unterstützt werden.
Nach der Geburt wird die Gebärmutter der Hündin in ca. 4 Wochen zurückgebildet. In dieser Zeit hat sie weiterhin einen läufigkeitsähnlichen Ausfluss der erst sehr dunkel und dann immer heller wird. Länger als 4 Wochen sollte dieser aber nicht dauern.

Quellenangabe: Inge Hansen: Handbuch der Hundezucht, Homöopathie für Hunde von A.H.Westerhuis, Hundezucht von Dr. Helga Eichelberg, Die Technik der Hundezucht von Dr. Dieter Fleig, M. Kraft Züchterschulung, welpen.de, Zeitschrift BREEDERSPECIAl, Dr. med. vet. Kristine Hucke( Die Hündin in der Zucht) und Austausch mit anderen Hundezüchtern und lesen vieler HPs zum Thema Hundegeburt und Trächtigkeit. Ebenso noch meine Ausbildung zur Tierhomöopathin bei J.M.Sattler.

 


Die Bilder und Texte dieser HP unterliegen dem Copyright und dürfen  nicht verwendet werden. Verstöße werden kostenpflichtig verfolgt.
Leider gibt es zu viele Leute, die mit dem Eigentum anderen so umgehen als ob es ihres wäre. Danke für das Verständnis